Finanzierungsgeschäft – Prognosen und Erwartungen in der Bauzinsentwicklung

„Für das Jahr 2019 erwarte ich weiterhin keine deutliche Zinswende. Wir werden zwar voraussichtlich im Laufe des Jahres einen leichten Zinsanstieg erleben, das generelle Zinsniveau wird aber nach wie vor niedrig bleiben. Für das Finanzierungsgeschäft erwarte ich keine positiven Impulse aus der Politik. Mietpreisbremse, Baukindergeld und auch das Bestellerprinzip für Makler sind aus meiner Sicht eher Augenwischerei. Am Ende wird es durch höhere Verkaufspreise keinen zusätzlichen Anreiz zum Bauen und Kaufen im privaten Sektor geben. Auch die Diskussion um die neue Grunderwerbsteuer und die möglichen negativen Konsequenzen insbesondere für Mieter verunsichern die Marktteilnehmer. Verständlicher und vor allem gerechter wird es durch die aktuell diskutierten Varianten wohl nicht.

Immobilien bleiben als Asset-Klasse weiter sowohl für Eigennutzer als auch für Anleger sehr attraktiv. Der Mangel an Angebot sorgt für kontinuierlich steigende Preise. Insbesondere in A-Lagen in Metropolen sollten sich Immobilieninteressenten genau anschauen, ob die Preise noch realistisch sind. Günstige Immobilien auf dem Land lohnen sich zumindest als Investment mangels zukünftiger Nachfrage aber auch nicht.

Unter dem Strich wird in Deutschland weiter zu wenig gebaut – zumindest dort, wo es notwendig ist. Es ist weiterhin an der Politik auf allen Ebenen, mehr Bauland auszuweisen bzw. die Rahmenbedingungen für Neubau zu erschwinglichen Kosten zu schaffen, damit das Angebot endlich mit der Nachfrage mithalten kann. Nur dann entspannen sich auch die Preise.“

Jens Fehlhauer

Geschäftsführer
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